Schmerz existiert, um uns etwas zu sagen (unbekannt)
Schmerzen sind ein Warnsignal. Als solche werden sie auch meistens ernst genommen. Berichtet uns aber jemand zum x-ten Mal von einem Schmerz, der nicht vergeht, der wandert, mal hier mal dort weh tut, dann ist unsere Geduld rasch erschöpft. Wir hören lieber weg. Denn alles trösten und unterstützen hilft nicht wirklich. Enttäuschung und Frust machen sich breit.
Kennen Sie eine solche Entwicklung? Sind Sie selbst davon betroffen? Dann wissen Sie, dass der Schmerz einsam macht. Menschen mit chronischen Schmerzen ziehen sich zurück, schonen sich, nehmen nicht mehr am öffentlichen und später auch nicht mehr am Familienleben teil. Es zählt nur noch der Schmerz. Alles dreht sich um ihn.
Die Einschränkungen durch Schmerz müssen nicht sein. Sie können sich entschließen ihnen ein Ende zu setzen und sich damit vor weiteren Folgen des chronischen Schmerzes zu schützen.
* EMDR bei Schmerzen: Viele Schmerzen sind mit Verletzungen gekoppelt, körperlichen oder seelischen. Ein spezielles Vorgehen hilft, die psychische Komponente des Schmerzes zu entkräften.
* Patientenschulung:
Wir schlagen dem Schmerz ein Schnippchen
Diese soll Sie in mehreren Schritten weg vom Schmerzerleben wieder ins Leben zurück führen. Unser Ziel ist es nicht, weiter über den Schmerz zu reden (wie es in der klassischen Schmerztherapie nötig und üblich ist) und ihm Raum zu geben, sondern das Gegenteil: Wir zeigen Ihnen was Sie neben dem Schmerz (wieder) finden können. Für den Schmerz haben Sie dann immer weniger Platz in Ihrem Leben. Dabei sind Sie gefragt: Je mehr Sie darauf vertrauen, dass es klappt und je mehr Sie die Übungen und Anregungen in Ihren Alltag übernehmen, umso erfolgreicher sind Sie! Dies gelingt auch bei Schmerzen, die ganz klare körperliche Auslöser bzw. Ursachen haben.
Das Vorgehen als gesetzlich Versicherter finden Sie unten.
Kursziel: Verhaltensänderung in Bezug auf Schmerz. Distanzierung vom Thema Schmerz, von der Schmerzwahrnehmung und der Schmerzthematisierung. Schrittweises (wieder) Hinwenden zu alten Interessen, sozialen Kontakten, Bewegung, Hobbys, den schönen Dingen des Lebens, Genuss und Freude. Dem Schmerz den Raum im Leben wieder nehmen. In der Gruppe erkennen, dass man nicht alleine damit ist, dass eine Verhaltensänderung schwierig aber machbar ist. Hilfe zur Selbsthilfe ist zentrales Thema im Kurs. Nur wer etwas ändert, wird sich verändern.
Teilnahme eines Angehörigen kann ausgesprochen hilfreich sein für die Umsetzung der Verhaltensänderungen im Alltag.
Kursinhalt: Grundlage sind allgemeine und schmerzspezifische lerntheoretische und verhaltenstherapeutische Zusammenhänge und Erkenntnisse. Psychoedukation zu den Themen Schmerzgedächtnis, Wahrnehmungsformen allgemein, Schmerzwahrnehmung im Speziellen, Anregung von Nervenzellwachstum zB durch Bewegung, verändertes Verhalten.
Im Kurs wird nicht, wie in anderen Therapieformen üblich, der persönliche Schmerz, seine Qualität, Ausprägung, Herkunft und die Krankengeschichte etc besprochen, sondern im Gegenteil der eigene Schmerz als Thema ausgeblendet, um Platz und Zeit zu schaffen für eine veränderte Wahrnehmung und Gestaltung des weiteren Lebens.
Für zu Hause in jedem Termin „Hausaufgaben“ zu Verhaltensbeobachtungen und -veränderungen.
Bewegungstherapeutisches Herangehen zur Reduktion von Ängsten vor der Bewegung, Erarbeiten und Erfühlen von Spielräumen in der Bewegung auch bei körperlichen Einschränkungen.
Kunsttherapeutisches Herangehen, um Fixierung auf die Gedanken zu durchbrechen und den Gefühlen Raum zu geben.
Eigeninitiative, Mut Neues auszuprobieren und eine gewisse Disziplin beim Umsetzen der Übungen werden erwartet. Sie sind die Voraussetzung für ein Gelingen der Verhaltensänderung. Innere Widerstände und „Ausreden“ werden ausführlich thematisiert und Lösungen gemeinsam erarbeitet.
Kombinierbar mit Stress-Kurs, Shiatsu, Achtsamer Bewegung, Kreativer Achtsamkeit-Kunsttherapie, Biofeedback, Qigong
Wenn Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, ist folgendes Vorgehen notwendig für die Bezuschussung oder Übernahme der Kosten:
Chronischer Schmerz (ein Jahr lang deswegen regelmäßig in ärztlicher Behandlung) ist die Grundvoraussetzung für eine mögliche Kostenübernahme oder Bezuschussung.